
|
Jenseits
und in unmittelbarer Nähe der deutsch
- dänischen Grenze befindet sich die
kleine Stadt Tønder. Zwischen
den Jahren 1864-1920 gehörte Tønder
(Tondern) zum deutschen Kaiserreich. Wohl
aus strategischen Gründen wurde hier
ab 1914 einer der größten Luftschiffplätze
des deutschen Kaiserreichs errichtet.
Heute gibt es hier ein Museum
zur Geschichte dieses Ortes. |
|
|

|

|
Nachdem durch
den Versailler Vertrag die Möglichkeit geschaffen
wurde den Zustand vor 1864 wiederherzustellen, stimmte
die Bevölkerung über ihre Zugehörigkeit
ab infolgedessen es zu Unruhen kam und Tondern in die
Zuständigkeit des Königreiches Dänemark
zurückkehrte. |
An der Stelle des heutigen
Museums befand sich das ehemalige Gaswerk des Luftschiffplatzes,
welches aus Sicherheitsgründen immer etwas abseits
der Hallen gelegen war. Ein Teil des Mauerwerks stammt
noch vom Gebäude des Gaswerkes. Des Rest wurde
nachträglich errichtet. So klein das Museum von
außen wirken mag, so überrascht ist man wenn
man sich im Inneren befindet. Die Ausstellung ist über
zwei Etagen verteilt und durchaus recht umfangreich.
Der Panzer gehört zur Ausstellung und ist nicht
als Abschreckung gedacht. |
Zu beachten
ist , dass das Museum von einem Kreis von Privatleuten
betrieben und unterhalten wird.
Angesichts dieser Tatsache ist es sehr
bewundernswert, dass durch das private Engagement
der Luftschiffplatz Tønder nicht in Vergessenheit
gerät.
|

|

|
Sehr detailliertes Modell
des Luftschiffplatzes Tønder mit seinen drei
Hallen Toska, Toni und Tobias ganz unten im Bild der
Flugzeughangar der heute noch existiert.
Nach Voranmeldung werden Führungen
über das ehemalige Gelände des Luftschiffplatzes
angeboten.Hier soll der einzige Platz in Europa sein,
wo man noch die Reste/Fundamente der alten Hallen zu
Gesicht bekommt.
Leider konnte die Führung wegen
des schlechten Wetters nicht stattfinden, so daß
ich wohl gern im Sommer wiederkommen werde. |
Modell
eines Kriegers in Kampfausrüstung --->
In der unteren Etage ist
die Kammer eines Marinesoldaten nachgebaut.
Die Zeit scheint stehengeblieben zu sein. |

|
|

|

|
In einem weiteren Raum kann
sich der Besucher des Museums einen Film zur Geschichte
der Luftschifffahrt anschauen und dazu gratis einen
Kaffee oder Tee genießen. Angesichts der äußerst
ungemütlichen Wetterbedingungen bei meinem Besuch
war diese Möglichkeit eine freudige Überraschung.
Da
Tønder nun mal in Dänemark liegt, war die
Filmvorführung logischerweise in dänisch,
ich aber denke der Luftschiff-Interessierte weiß
worum es geht.
Leider sind aber auch viele Exponate,
Schautafeln und der sonstige Fundus nur mit Erläuterungen
in dänischer Sprache versehen, so dass dem
Besucher Vieles verborgen bleibt. Gerade zu den Unruhen
über den Zugehörigkeitsstreit deutsch/dänisch
von Tondern im Jahre 1920 hätte ich gern mehr erfahren. |
Die Vielzahl der ausgestellten Fundstücke
ist schon überaus beeindruckend. Gewaltig in ihren
Abmessungen auch die Propeller der Luftschiffmotoren.
Im Obergeschoss weitere Schaukästen auch
mit Waffen der damaligen Zeit aber ebenso Utensilien
aus dem Alltagsleben. |

|
|
Um vorab einen Einblick
rund um den ehemaligen Luftschiffplatz Tønder
und die politische Geschichte der Stadt zu erhalten,
empfehle ich die sehr anschaulich und umfangreich gestaltete
Internetseite der Tonder-Gruppe zum Zeppelin-Museum.
Hier besteht auch die Möglichkeit eines News-Abo.
Das Museum ist nur von April bis Oktober
an den Wochenenden geöffnet, daneben gibt es Sonderöffnungszeiten
in den Ferien. Bitte darum die Web-Informationen des
Museums beachten. Sie erhalten dort auch die Wegbeschreibung.
Der Ort Tønder selbst hat einen
hübschen Fußgängerbereich mit vielen
schmucken alten Gebäuden, der zum Shoppen und Pølser
essen einlädt. |
|
empfehlenswert
    |
27.11.2002 |
|
|