Die
CargoLifter Werft
Diese
Ausführungen sind Resultat meiner insgesamt sieben+2
Besuche auf dem Werftgelände und können leider
nicht mehr den aktuellen Stand des ehemaligen Werftstandortes
wiedergeben. Mittlerweile sind Gelände und Halle veräußert
und Umbauten in vollen Gang. Das Besucherzentrum
ist nicht mehr zugänglich und soll als Konferenzgebäude
genutzt werden. Der Joey-Hangar existiert nicht mehr
und jeden, der zu CargoLifter-Zeiten einmal auf dem
Brand war, wird sicher ein flaues Gefühl heimsuchen,
wenn er die unerfreuliche Entwicklung in Briesen-Brand
zu Gesicht bekommt.
Weitere
Informationen zum Stand 09/2004 gibt es hier -->>>
Der
Umbau zu Tropical Island
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Ein
Besuch auf der CargoLifter Werft, gehört
eigentlich für jeden Aktionär
und alle Technikbegeisterten zum Pflichtprogramm.
Aber auch als Wochenendbesuch für Berliner/Brandenburger
und deren Anhang ist das Werftareal Briesen-Brand
ein lohnendes Ausflugsziel. |

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Der Eingang zum Besucherzentrum |
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Das Werftgelände
ist ein ehemaliger Militärflugplatz der russischen
Luftwaffe. Es befinden sich über sechzig gut getarnte
Flugzeuggaragen (auch Shelter genannt) weit verstreut
auf dem Gelände. Wer in Richtung Krausnick fährt
kann auch die völlig heruntergekommenen und nicht
mehr nutzbaren Kasernengebäude der Russen gut im
Wald versteckt "bewundern".
mehr
zur Militär-Siedlung
Die Shelter werden teilweise von CargoLifter
genutzt, so z.B. als Kommunikationszentrale und Kantine.
Das Highlight ist allerdings das Besucherzentrum - CargoLifter
World - .
In diesem ebenfalls umgebauten Shelter geht
die Tour los. An Hand von Modellen, Grafiken und Videovorführungen
erhält man einen ersten Einblick in die Welt der
Luftschiffe und die hoffentlich erfolgreiche Zukunft
der CargoLifter AG. Die Tourguides erläutern ausführlich,
was - auf dem Brand - (Flurbezeichnung des Werftgeländes)
geschaffen wurde und erschaffen werden wird. |
| Der
CL 160 - geplantes Top-Produkt der CargoLifter
AG. Seine Umsetzung wird wohl erst viel
später als geplant möglich sein.
Deutlich zu erkennen
die unglaublichen Dimensionen. Der auf dem
rechten Bild erkennbare Laderahmen (unterhalb
des Modells) hat später Abmessungen
von 50m x 8m x 8m. |

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Bereich der Videovorführungen
im Besucherzentrum
links: Panoramamodell
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Eine
von vielen Anwendungsmöglichkeiten:
Ein mobiler und vor allem autonomer
Büro-/Forschungs- oder Wohncontainer, der dem Ladevolumen
des CL160 entspricht und theoretisch an jedem Ort der
Erde abgesetzt und ohne fremde Infrastruktur längere
Zeit genutzt werden kann. Dieses Modell ist das Ergebnis
einer Arbeit junger Studenten.
Schon für diese Anwendung
allein gibt es ganz sicher einen vielversprechenden
Markt.
Visionär denkbar auch eine
Produktionsstätte dieser Module am Luftschifftechnologiepark
Briesen-Brand. |
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107 m hoch,
360 m lang, 210 m breit - CL21 die Werfthalle der CL
AG
Im Shuttlebus geht es nach dem Aufenthalt im
BZ zur größten, stützenfreien und für
mich beeindruckendsten Hallenkonstruktion der Welt.
Es ist nicht ein Monster oder UFO in der Landschaft,
sondern eine Meisterleistung! Innen wirken die Statikelemente
geradezu filigran und dennoch gigantisch - aber man muss
es selbst gesehen und erlebt haben. Es ist
nicht möglich die Größe des Innenraumes
zu beschreiben.
In der Werfthalle befindet sich das Skyship
600, ein gekauftes britisches Luftschiff der ATG Group,
welches zur Pilotenausbildung benötigt wird. Zur
Zeit ist auch das Experimentalluftschiff Joey anwesend
- leider zerlegt für Inspektionsarbeiten. Sonst
befindet es sich in einem eigenen Hangar auf dem Werftgelände.
Zur Infrastruktur der Produktionsstätte
der CargoLifter AG gehört ein ebenfalls beeindruckender
Schneidetisch für Hüllenmaterial 260m Länge. |

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Winzig
wirken die Fahrzeuge der Werftfeuerwehr aus dieser Perspektive.
Links davon das Lager für Hüllenmaterial. |
Blick
auf die Büros in der Halle, darüber befindet
sich die Plattform für Besucher. |
| Auch in der Halle werden Sie vom
Tourguide begleitet, der Ihnen die Fact's näher bringt und Fragen beantwortet.
Leider wurde lange versäumt die Besucher
auf die derzeit bedrohliche Situation des Unternehmens
hinzuweisen - wir hätten sicher mehr Menschen ansprechen
können, die uns jetzt helfen könnten CargoLifter
am Leben zu erhalten und die CargoLifter Aktie zu einer
echten Volksaktie werden zu lassen, die ein sinnvolles
Projekt vorantreibt ohne auf kurzfristige Erträge
zu spekulieren.
Übrigens wurde mit dem Aufbau des Geländes
erst 1999 begonnen und nicht wie oft behauptet seit
der Gründung von CL im Jahre '96. Leider wird immer
wieder gesagt und geschrieben man hätte Jahre lang
nur Geld verbrannt und nichts geschaffen. Bei einem
Besuch kann man sich vom Gegenteil überzeugen. |

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Schneidetisch
für Hüllenmaterial 260m Länge,
dahinter
ist das Skyship 600 der ATG "geparkt".
Übrigens
der derzeit größte Blimp der Welt. |
vollautomatische
Schweißmaschine für Luftschiffhüllen
Die Maschine
fährt selbsttätig an den Bahnen entlang und
verschweißt diese mit einem Ultraschallverfahren. |
| Ein weiteres Highlight einer CL-Besichtigung
war bis Sommer 2002 das 1. Produkt der CargoLifter -
dem CL 75 Aircrane.
Der Cl 75 ist ein Heliumballon mit einer Gesamthöhe
ca. 85m und einem Lastaufnahmerahmen für 75 Tonnen
schwere Güter.
Er wurde in USA bei einer CL-Tochter entwickelt
und bei TCOM/USA in Grundkonstruktion hergestellt. Auf
dem Brand ist er seit Anfang 2001 und hatte seine Weiterentwicklung
und Modifikation fast abgeschlossen. Im Dezember 2002
sollte der CL 75 am Nordpolarkreis seine Arbeit aufnehmen.
Durch das Unwetter am 10.Juli 2002 wurde er aber durch
Orkanböen über 156 km/h teilzerstört.
Die weitere Entwicklung der Produktlinie CL75 bleibt
abzuwarten. Die Geschichte der Luftfahrt war häufig
von Rückschlägen und Katastrophen begleitet.
Dies war aber immer auch ein Ansatz es besser zu machen. |
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Ein Foto aus besseren Tagen auf
der Hauptversammlung 2002. Der CL 75
in der Werfthalle vor Beginn der Außentests
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| Modell
des CL 75 im BZ. Erstmals überraschend
zur Halleneinweihung am
25.November 2000 vorgestellt. |
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CL 75 während der Testserie
unter freiem Himmel. Die Aufnahme entstand
am C-Day I. Am 10 Juli wurde das erste vielversprechende
Produkt beim Jahrhundertsturm stark beschädigt.
Hüllenteile befinden sich derzeit in
der Halle. |
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| Nach der Hallenbesichtigung geht
es zurück zum Besucherzentrum.
Im CargoLifter Shop gibt es CargoLiftersouvenirs,
Bücher, Videos Kleidung u.s.w. (ist auch in Onlineshop
erhältlich). Imbissverpflegung wird in einem Bistro
zu humanen Preisen angeboten.
Die Tour dauert so ca. 2 h. |
| Bei einem Besuch auf dem Brand
bekommt man einen persönlichen Eindruck was für
ein unheimlich faszinierendes Projekt jetzt für
Brandenburg und Deutschland für immer verloren
gehen könnte.
Wenn man hautnah begreifen kann, welche Leistungen
aus dem Nichts durch Dr. von Gablenz und seiner Mannschaft
erdacht und erschaffen wurden, muss man sich einfach
für dieses großartige Projekt engagieren.
Man wird Medienberichte anders einzuordnen
wissen und einfach nicht begreifen können warum
man solch eine Unternehmung mit tw. falschen Tatsachen
kaputtredet und einfach behauptet es sei technisch und
finanziell nicht zu realisieren.
Das Expertenhearing am 11.07.2002 hat die eindeutige
Aussage zur technischen Machbarkeit getroffen.
darum: |

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An dieser
Stelle kann man sich einen schwachen Überblick
der einstigen Zusammensetzung des Werftstandortes verschaffen.
Standortanimation
Dies ist die Rekonstruktion der ehemaligen
CargoLifter-Animation zum Werftstandort Briesen-Brand. |
| Bei diesem Schnappschuss der
CL-Webcam während der HV 2002 kann man die riesigen
Dimensionen der Halle erahnen.
Der HV-Bereich umfasste ca. 6.000 Plätze
und verliert sich beinahe in der Produktionshalle. |

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